Von Manel Msalmi

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Am Freitag, dem 7. August 2020, protestierten Vertreter der Ahwazi-Gemeinschaft, der arabischen Welt und zivilgesellschaftlicher Organisationen friedlich vor dem niederländischen Parlament, um Solidarität und Unterstützung für die in Dänemark und den Niederlanden inhaftierten Ahwazi-Führer zu zeigen, aber auch um die Behörden aufzufordern, sie freizulassen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich gegen die iranischen Anschuldigen, für die es bisher keine Beweise gibt, zu verteidigen. Vor dem Parlament, einem Symbol für Freiheit, Würde, Menschlichkeit und liberale Werte, forderten die Aktivisten friedlich die Freilassung der Führer der Alahwazi-Bewegung, jenen Führern, die sich als einzige seit so vielen Jahren für die Verteidigung der Interessen ihres eigenen Volkes gegen das kriminelle und unmenschliche Regime im Iran einsetzen. Gegenwärtig wird die Ahwazi Bevölkerung nur deshalb verfolgt, verhaftet und sogar zum Tode verurteilt, weil sie gleiche Rechte und das Recht auf sauberes Wasser und Nahrung fordert.

Frauen und Kinder sind Opfer von Menschenrechtsverletzungen durch das Regime. Lehrerinnen protestieren täglich gegen die harten Arbeitsbedingungen, und viele Kinder arbeiten, um ihre Familien zu ernähren.

Issa Fakher ist ein Journalist und Aktivist, der sich seit so vielen Jahren dafür einsetzt, die Öffentlichkeit über das iranische Regime aufzuklären und die Brutalitäten aufzuzeigen, die gegen die Ahwazis und die nicht-iranischen Minderheiten verübt wurden. Journalisten, Freidenker und Akademiker, die an die Menschenrechte und die Redefreiheit glauben, der Spionage zu beschuldigen, ist eine der Techniken, mit denen das Regime sie zum Schweigen zu bringen versucht.

Viele Akademiker aus Belgien, Frankreich usw. wurden im Iran inhaftiert. Erinnern wir uns an den Fall von Fariba, dem iranisch-französischen Akademiker, der seit 5 Jahren vom Regime im Gefängnis festgehalten wird. Wenn das Regime nicht in der Lage ist, Freidenker und Journalisten in der Islamischen Republik Iran zu verhaften, beschuldigt es sie außerhalb der Islamischen Republik Iran der Verschwörung und des Komplotts.

Europa sollte mit Anschuldigungen des iranischen Regimes sehr vorsichtig umgehen, denn sie kommen von einer Regierung, die nicht davor zurückschreckt, Erpressung und Manipulation einzusetzen, wann immer sie sich bedroht fühlt. Dies war der Fall, als Deutschland die Hisbollah verbot und als Europa, vor allem Frankreich, nach der Explosion [in Beirut], bei der die Hisbollah als ernsthaft in Betracht zu ziehende Verdächtige gilt, Solidarität mit dem libanesischen Volk zeigte.

Europa steht für Freiheit und Menschenrechte, weshalb die Führer der Ahwazi diesen Kontinent gewählt haben, um dort für ihre Sache einzutreten. Europa wird immer für Frieden und Wahrheit stehen und die Rechte der Frauen und die Menschenrechte in Konfliktgebieten unterstützen.

Titelbild / Foto: privat

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