Ein internationales Medienprojekt für junge Menschen von 16 bis 34 Jahre 

Die Jugend der Welt ist in Aufruhr. Sie hat uns für Klimafragen sensibilisiert und stellt uns immer lauter Fragen nach der Zukunft des Planeten, der Gesellschaft und des friedlichen Zusammenlebens. Die jungen Menschen wissen, dass eine große Katastrophe bevorsteht, wenn wir nicht auf die Wissenschaft hören und die Alarmzeichen weiter ignorieren. Sie glauben nicht mehr an unser Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell und fordern eine radikale Umkehr. Sie verlangen, in ihren Sorgen ernst genommen zu werden und bestehen auf Mitsprache und die Chance auf Mitgestaltung. Es wird Zeit, dass wir ihnen zuhören.

Es wird Zeit, ist ein von ARTE initiiertes internationales Projekt. Das Projekt besteht aus zwei Teilen. Es startet am Mittwoch, den 27. Mai 2020 mit der weltweiten Veröffentlichung eines umfassenden Fragebogens in acht Sprachen. Die Umfrage besteht aus 133 Fragen zu Umwelt- und Klimafragen, zur Gestaltung unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert, zur Erhaltung der Demokratie, zum nachhaltiges Wirtschaften und zum friedlichen Zusammenleben der Völker.

Im November 2020 beginnt die zweite Phase mit der Auswertung des Fragebogens sowie drei Sonderprogrammabenden auf ARTE. Diese Programme werden von jungen, deutschen und französischen AutorInnen und RegisseurInnen im Alter von unter 35 Jahren realisiert. Stellvertretend für die neue Generation stellen sie in sechs Dokumentarfilmen Ihre Sicht auch die Welt dar, die sie einmal erben werden.

Mit dem Projekt sollen junge Menschen im Alter von 16 bis 34 Jahren. Wer sich angesprochen fühlt, der findet in Europa hier die 133 Fragen.

In Asien wird der Fragebogen in Zusammenarbeit mit dem öffentlich-rechtlichen japanischen Sender NHK veröffentlicht.

Der Fragebogen ist laut ARTE frei zugänglich und anonym.

Das gesamte Projekt nach Angaben der Initiatoren im Netz und im Fernsehen wurde von Beginn an so konzipiert, dass es auch von NGOs, Schulen und Bildungseinrichtungen übernommen und ausgewertet werden kann. Es ist ein Instrument zur Bewusstseinsbildung und Mobilisierung, die es jeder lokalen Gruppe, jedem Netzwerk, jeder Organisation ermöglicht, ihre Gemeinschaft direkt zu erreichen.

Partner des Projekts sind das Internationale Goethe Institute, Prof. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die Humboldt-Universität zu Berlin sowie das Wissenschaftskolleg zu Berlin – Projekt “Working Futures“. Weitere Unterstützerinnen und Partner sind die Universität von Kalifornien Berkeley sowie die Unis Trier und Karlsruhe. Durchgeführt wird dieses internationale Medienprojekt unter der Federführung von ARTE, weiteren TV-Sendern, Pressepartnern und NGOs aus aller Welt.

Der Fragebogen wurde mit einem Team französischer Soziologen, dem Kollektiv “Quantité Critique” unter der Leitung von Yann Le Lann, Dozent an der Universität Lille, entwickelt. Das Kollektiv vereinigt etwa fünfzehn Forscher, Soziologen und Statistiker aus mehreren französischen Universitäten. Sie sind auf die Untersuchung von sozialen Bewegungen, Generationenfragen und Strategien des politischen Engagements spezialisiert.

Titelbild: Zeit | Foto: Kat CC BY-SA 2.0 via FlickR

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