Als 2018 das Europa-Camp der ZEIT-Stiftung erstmals stattfand, hat sich kaum jemand vorstellen können, mit welch dramatischen Krisen wir in den folgenden Jahren bis heute konfrontiert werden würden. Im April 2018 kam für politisch Interessierte langsam die Europawahl 2019 in den Blick. Das war aus damaliger Sicht schon eine Herausforderung. Das EuropaCamp der ZEIT-Stiftung auf Kampnagel in Hamburg zielte vor diesem Hintergrund darauf, vor allem jüngere Menschen für die europäische Idee neu zu begeistern. 2019 stand dann die bevorstehende Europawahl im Zentrum des Camps.

2020 brach die Corona-Pandemie so knapp und unerwartet vor dem bereits geplanten EuropaCamp aus, dass es abgesagt werden musste. Das EuropaCamp 2021 fand zwar statt, aber coronabedingt „nur“ als Online-Konferenz.

In diesem Jahr kann das EuropaCamp wieder in der ursprünglichen Form auf Kampnagel in Hamburg stattfinden. Selbstverständlich findet es unter den aktuell geltenden Corona-Sicherheitsregeln, denn die Pandemie ist noch immer nicht überwunden.

War die globale Pandemie schon eine extreme Herausforderung, so stehen wir heute vor einer noch größeren Herausforderung: Der Infragestellung der europäischen und globalen Sicherheits- und Friedensordnung durch den völkerrechtswidrigen russischen Überfall auf die Ukraine.

Diese neue Realität prägt das diesjährige EuropaCamp der ZEIT-Stiftung, das vom 7. bis 10. April auf Kampnagel in Hamburg stattfindet. Dem entsprechend steht das Camp unter dem Motto „Facing new Realities – Freiheit und Demokratie auf dem Prüfstand“. Es geht also um die aktuelle Lage in Europa und die Folgen für unser künftiges Zusammenleben. Denn die dramatischen Entwicklungen in der Ukraine und die noch nicht absehbaren Folgen für das Gefüge zwischen Ost und West zwingen zur Auseinandersetzung mit ganz neuen Fragen zur Zukunft Europas. Viele Herausforderungen warten auf uns: neben der akuten Krise in Osteuropa die Klimakrise, Angriffe auf Demokratie und Zivilgesellschaft und das Aufarbeiten der Pandemiepolitik. Dazu bietet das EuropaCamp in Zusammenarbeit mit ARTE spannende Workshops und Diskussionen, hochkarätig besetzte Panels und ein abwechslungsreiches Kulturprogramm.

Der Eintritt ist wie gewohnt frei – mit Ausnahme einiger Abendveranstaltungen.

EuropaCamp 2019: Foyer-Talk | Foto: David Ausserhofer / ZEIT-Stiftung

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Titelbild: Logo EuropaCamp 2022

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