Beitrag von Vesna Caminades

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wie geht es Ihnen nach den Feiertagen? Haben Sie sich auch etwas gehen lassen und die gute Küche genossen? Ist es wieder soweit mit dem regelmäßigen Besuch im Fitnessstudio? Oder vermeiden Sie momentan lieber den Schritt auf die Waage? Das ist alles absolut kein Problem, wir haben ein ganzes Jahr vor uns, um wieder unser Idealgewicht zu erlangen. Und wir haben 31 Tage vor uns, um etwas Neues auszuprobieren – wenn wir dazu Lust haben. Was wäre wenn wir versuchen würden, uns einen Monat lang ohne tierische Produkte zu ernähren? Was wäre wenn …

Es gibt eine Nichtregierungsorganisation – eben „Veganuary“ – die zunehmend bekannt wird. Veganuary ist ein Wortspiel und besteht aus „vegan“ und „January“. Dahinter steckt nichts anderes als die Wette mit sich selbst, einmal etwas anderes auszuprobieren und zwar einen Monat lang. Ob es dann zum Schluss zwei oder drei Wochen sind, das macht keinen Riesenunterschied aus. Das Wichtige ist die Tatsache, dass man aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen, aus Tier- oder Selbstliebe einige Zeit lang auf Produkte tierischen Ursprungs verzichtet. Dass man auf diese Weise auch Tierleben rettet, ist natürlich ein sehr willkommener positiver Nebeneffekt. Hier der Link zur Webseite sowie zur Seite von „Eat smarter“.

Und das Gute dabei, es ist nicht zu spät, um einen Versuch zu starten. Ich habe mich Mitte Januar angemeldet und konnte mein persönliches Stardatum auswählen. Super! Da es insbesondere darum geht, eventuell den eigenen Lebensstil umzustellen, haben einige Supermarktketten sogar die Chance erkannt und sie beteiligen sich auf deren Art und Weise (so bieten einige beispielsweise im Januar insbesondere vegane Rezepte und Produkte an, um das „Durchhalten“ zu unterstützen). Und wer gerne noch einige Meinungen hört, hier die Schweizer Veganuary Seite!

Besonders beeindruckend finde ich aber auch die Initiative von Sir Paul Mc Cartney, die 2009 also vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde. Diese heißt „One day a week“ oder „Meat free Monday“. Das Ziel ist ähnlich, obwohl es anders geartet ist. Dabei geht der Aufruf in die Richtung, einmal pro Woche an Montagen ganz auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Ein Tag auf sieben klingt schon recht machbar, selbst für eingefleischte Allesverzehrer … Der Sinn und Zweck bleibt jedoch derselbe: sich die Zeit nehmen und die Mühe antun, etwas für die Gesundheit, die Tiere und die Umwelt zu tun; etwas auszuprobieren. Manch einer bleibt dann dabei, einige wollen wieder zurück, andere hingegen gehen sogar weiter und hängen noch einen zweiten und dritten Tag pro Woche an, oder versuchen die vollkommen tierfreundliche Lösung. Paul Mc Cartney beispielsweise gibt offen zu, dass er Vegetarier ist, denn er isst gerne die Eier der eigenen Hennen, denn da weiß er, welches Leben sie führen. Es ist also jede Variante möglich, niemand wird verurteilt. Hier geht es zum Trailer von „MeatfreeMondays“.

Es ist schon beeindruckend, wenn man hört, dass man zur Herstellung von einem Burger 2.350 Liter Süßwasser benötigt. Für mich unvorstellbar …

Besonders haben mich folgende Worte zum Nachdenken angespornt „Was kann ich als Einzelner tun?“. Oft sagt man tatsächlich „was kann das schon ausmachen, wenn ich als einzelne Person auf Fleisch und Fisch etc. verzichte?“ – Genau darum geht es, das kann für unsere Umwelt und die Natur einen großen Unterschied ausmachen, DEN Unterschied.

Hier ist noch ein interessantes Interview von Paul Mc Cartney mit National Geographic.

Und sollte jemand daran zweifeln, dass eine fleischlose Diät zu Schwäche und niedriger Performance führt, dann werfen Sie bitte einen Blick auf diesen Trailer (da sind keine gewaltsamen Bilder enthalten).

Zum Abschluss sein „Meat free Monday – Song“! Probieren kostet nichts, gutes Gelingen! IAMA

Titelbild:  Veganuary by World of Oddy is licensed under CC BY-NC-SA 2.0

Wer Fragen oder Anregungen zu diesem Thema an Vesna Caminades hat, kann sich unter dieser E-Mail-Adresse an sie wenden: iama4iwannaknow |et| gmail.com oder Mobile Phone +32488617321.

Zu den weiteren Artikeln von Vesna Caminades zum Thema Tierschutz und Tierrechte bitte hier klicken!

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