Fahrradfahrende Kinder auf der Straße, Fußgänger, die Spaß daran haben, durch die Stadt zu spazieren, Grünflächen, auf denen man verweilen mag – so könnten unsere Städte aussehen, gäbe es weniger Autos in unseren Städten.

Unsere Städte leiden sowohl unter der Luftverschmutzung als auch unter dem Flächenverbrauch fürs Auto. Viele Menschen jedoch, ganz besonders Pendler*innen aus dem Umland, sind auf das Auto angewiesen, einfach aufgrund mangelnder Alternativen. Eine seit Jahrzehnten verfehlte Verkehrs- und Wohnungspolitik, die einseitig das Auto und die Zersiedelung des Umlands fördert, ist dafür verantwortlich.

Als Antwort auf die Corona-Krise sind in vielen Städten „Pop-up“-Radwege entstanden, die zeigen, was alles möglich ist, sobald dies politisch gewollt ist.

Das Brüsseler Büro der Rosa Luxemburg Stiftung will mit den Verkehrswendeinitiativen Changing Cities aus Berlin und Ecologistas en Accion aus Madrid, sowie der LINKEN. Berlin und der spanischen Linkspartei PODEMOS aus Madrid diskutieren, wie eine „Stadt für Alle“ erreicht werden kann, in der niemand unter Luftverschmutzung und Verkehrschaos leiden muss und jeder sicher und bequem mit dem Rad oder dem ÖPNV von A nach B kommt.

Changing Cities hat 2016 erfolgreich den Fahrradentscheid in Berlin angestoßen. Ecologistas en Accion haben in Madrid einen Eilantrag gestellt, um die autofreie Zone in der Innenstadt von Madrid zu erhalten. Wir möchten mit Euch diskutieren: Wie können die Bündnisse für autofreie bzw. autoarme Städte gestärkt werden? Wie sieht es mit der Umsetzung des Mobilitätsgesetzes in Berlin aus? Vor welchen Herausforderungen steht Madrid ganz aktuell, nachdem die Konservativen die Regierung übernommen haben? Wie kann Mobilität für alle garantiert werden, egal, wie dick der Geldbeutel ist? Wo kann und muss die Politik umsteuern und nachbessern? Was können andere Verkehrswendeinitiativen von Ecologistas en Accion und Changing Cities lernen?

Die Diskussion findet im Rahmen einer online-Konferenz statt, die das Brüsseler Büro der RLS organisiert.

Ort: online
Tag: Freitag, der 4. September 2020
Uhrzeit: 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr
Sprachen: Es wird Übersetzung in Spanische, Englische und Deutsche geben.

Referent*innen:

Francisco Javier Cañadas, regionaler Abgeordneter PODEMOS in der Region Madrid (zugesagt)
Nuria Blazquez, Ecologistas en Accion, Spanien (zugesagt)
Denis Petri, Changing Cities, Berlin (zugesagt)
Kristian Ronneburg, Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus, DIE LINKE. (zugesagt)
Moderation: Manuela Kropp, Rosa-Luxemburg-Stiftung Brüssel

Wer an der online Konferenz teilnehmen möchte, muss sich bitte vorher dazu anmelden. Die Konferenz erfolgt über Zoom.

Zur Anmeldung: Bitte hier klicken!

Titelfoto: 2. Brüsseler Klima-Demo am 27. Januar 2019 / Jürgen Klute CC BY-NC-SA 4.0

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