Kürzlich hat Vesna Caminades sich, ihre Beweggründe und Ideen zum Tierschutz in einem Video-Interview mit Europa.blog vorgestellt. Mit diesem Post beginnt Vesna ihre Artikelreihe “I wanna know what’s behind … ich will wissen, was dahinter steckt”. Ihre Artikel erscheinen in unregelmäßigen Abständen. In der Rubrik ““I wanna know” (siehe Menüleiste) werden die Artikel aufgelistet, so dass man sie jeder Zeit einfach wiederfinden kann.

Wer Fragen oder Anregungen zu diesem Thema an Vesna Caminades hat, kann sich unter dieser E-Mail-Adresse an sie wenden: iama4iwannaknow |et| gmail.com oder Mobile Phone +32488617321.

Beitrag von Vesna Caminades

IAMA – das ist die Abkürzung für „I am all mistreated animals“. Das erinnert an „Je suis Charlie“ und es stimmt, dass ich daher die Inspiration hatte, um all meine Aktionen, an diese Aussage zu orientieren. Es soll auf keinen Fall gegenüber den Opfern und Verletzten Respektlosigkeit sein, nie und nimmer. Dieser Gedanke, spiegelt jedoch zu hundert Prozent wider, was ich in meinem Innern empfinde, wenn ein Tier misshandelt wird. Ein extrem starkes Gefühl der Ohnmacht, der Frustration, weil ich nichts unternehme, um diesem Tier das Leiden, die Trauer, die Panik zu nehmen. Ich fühle einen Kloß im Hals, Wut in mir, ein starkes Bedürfnis irgendwie etwas zu tun. IAMA drückt somit aus, dass ich nicht wegschauen will. Selbst wenn ich nicht verhindern kann, dass „dieser“ Stier bei der Corrida niedergemetzelt wird, dass „diese“ Gans vollgestopft wird mit Nahrung, damit ihre Leber in kürzester Zeit „foie gras“-reif wird, dass „diese“ Masttiere, noch bei Bewusstsein grausam umgebracht werden, um geschlachtet zu werden, dass männliche Eintagsküken durch Ersticken oder Zerschreddern getötet werden, da sie nicht rentabel sind. Daher IAMA, ich will auf diese Art und Weise etwas bewegen und hoffe, dadurch Gutes für Tiere zu tun – IAMA

Warum auf „Europa.blog“….?

„Ich hoffe so sehr, eines Tages die Gelegenheit zu bekommen, Gutes für viele Tiere zu tun“ – wie oft habe ich dies letzthin gedacht! Jetzt ist es endlich soweit – ich kann und werde meine Gedanken auf „Europa.blog“ mit anderen Menschen teilen, die hoffentlich die Lust haben, zu lesen, was ich gern los werden möchte.

Es ist nicht so, dass ich bisher nichts für Tiere getan hätte: zugelaufenen Hunden ein neues Zuhause suchen, Taubenküken, die aus dem Nest fallen ins Vogelzentrum bringen, eine verletzte Feldmaus aufpäppeln, selbst Hunde und Katzen adoptieren, Freiwilligenarbeit bei Wohltätigkeitsprojekten, vegane Ernährungsweise, usw.. Nun bin ich aber an dem Punkt angelangt, wo das Gefühl, nicht genug zu unternehmen, stärker und stärker wird. Ich will nicht länger einfach denken, „das arme Tier, das misshandelt wird“, „warum sind einige Leute so grausam zu Tieren?“, „ach wenn bloß jemand etwas unternehmen würde“; ich will selbst tätig werden! Also suche ich einen Weg, um meine Ideen und Träume zu verwirklichen. Europa.blog ist der erste Schritt in die richtige Richtung … – dank einem tollen Zufall!

Ich möchte nun meine Gedanken zur Tierfreundlichkeit mit all jenen teilen, die Lust haben, sich damit auseinanderzusetzen. Vor allem will ich so einiges hinterfragen: „I wanna know what’s behind …“ einem Steak, einem Stück Käse, einer Hautcreme, einer Ledertasche, einer Tradition, usw. Was sollen meine Beiträge nicht sein? Ich will keine Werbung für gewisse Produktmarken machen, keine Menschen anprangern, weil sie Lebensmittel tierischer Herkunft verzehren, keine Gehirnwäsche machen. Ich möchte einfach hinterfragen. Das ist der beste Weg – so glaube ich – um früher oder später Menschen dazu zu bewegen, wenn sie es möchten, tierfreundlich(er) zu leben. Und das wäre das Schönste, was ich mir vorstellen kann! Mensch und Tier in Harmonie – bis zum nächsten Mal Vesna – IAMA

Titelbild: Jürgen Klute CC BY-NC-SA 4.0

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