Pierre Moscovici, EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung, Steuern und Zölle, gehört zu den einflussreichsten Politikern der Europäischen Union. Alexander Louvet von Powershoots TV “Positive Energy in Europe” stellt ihn heute in seiner Interview-Reihe über europäische Politikerinnen und Politiker vor. Das Interview wurde aufgezeichnet in dem audio-visuellen Studio der Europäischen Kommission in Brüssel.

Pierre Moscovici, geboren 1957 in Paris, gehört der Parti Socialiste (PS). Er hat eine lange politische Laufbahn hinter sich. Nach seinem Studium (Wirtschaftswissenschaft und Politik) war er zunächst von 1984 bis 1988 (und dann erneut von 2002 bis 2004) Mitglied des französischen Rechnungshofes (French Court of Audit).

Von 1994 bis 1997 und erneut von 2004 bis 2007 war Moscovici Abgeordneter im Europaparlament.
In der Regierung Lionel Jospin diente er von Juni 1997 bis Mai 2002 als Ministers für Europaangelegenheiten.
1997 bis 2014 vertrat er zu dem als Abgeordneter den 4. Wahlbezirk des Départements Doubs in der französischen Nationalversammlung.

Von 2012 bis 2014 gehörte Moscovici als Finanzminister der Regierung von Jean-Marc Ayrault an.
Am 10. September 2014 wurde er zum Wirtschafts- und Währungskommissar der neu formierten EU-Kommission von Jean-Claude Juncker ernannt. Durch einen Neuzuschnitt der einzelnen Ressorts wurde ihm auch die Zuständigkeit für Steuern und für die Zollunion übertragen.

In dem gut 11-minütigen Interview mit Alexander Louvet, das in Englisch geführt ist, geht zunächst um die Frage nach der konkreten Arbeit eines Wirtschafts- und Währungskommissars und danach, welchen Nutzen diese Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union haben.

Eine besondere Rolle spielt die Situation in Griechenland. Auch dazu äußert sich Moscovici.

Besonders interessant ist der Abschnitt über die europäische Steuerpolitik. Einerseits geht es um die Frage nach einer Angleichung der Steuern in Europa. Zum anderen geht es um die Besteuerung multinationaler Konzerne und die Unterbindung von Steuervermeidungsstrategien und die Bekämpfung von Steuerbetrug. Vor einigen Jahren galt noch der Steuerwettbewerb als Teil der allgemeinen Wettbewerbsstrategie als ein zentrales Instrument der europäischen Steuerpolitik. Den Aussagen von Moscovici ist zu entnehmen, dass es hier eine deutliche Akzentverschiebung gegeben hat.

Selbstverständlich endet auch dieses Interview mit der Frage nach der persönlichen Einschätzung der Zukunft der EU und auch nach den persönlichen Zukunftsplänen des Kommissars.

Zum Interview bitte hier klicken oder auf das folgende Bild.

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