Friedens- und Konfliktforschung

Der tägliche Blick in die gängigen Medien fördert den Eindruck, die Welt entwickle sich immer unfriedlicher und kriegerischer. Langfristige Untersuchungen von Konfliktforschern deuten jedoch auf eine deutlich optimistischere Entwicklung hin, wie die hier zusammengestellten Artikel zeigen.

  • Rüstungsindustrie: Wie Drohnen die Kriegsführung verändern. Selbst Terroristen können sich inzwischen mit Bomben bestückte Drohnen leisten. Experten warnen deshalb vor der steigenden Gefahr, die Rüstungsindustrie profitiert davon. Von Hauke Friederichs | Die Zeit 03.10.2019

  • Nicht zu verteidigen: Nahost – Drohnenangriffe verändern das strategische Gefüge in der Region. Von Hans-Jochen Luhmann | Der Freitag, 29.09.2019

  • Geopolitik: Die grüne Weltrevolution. Die fossile Ära, die lange das globale Machtgefüge prägte, geht zu Ende. Staaten, die auf gründe Technologien setzten, gewinnen deutlich an Einfluss. Ein Ausblick auf die Weltwirtschaft und Weltpolitik von morgen. Von Stefan Schultz | Der Spiegel, 28.09.2019

  • Politologin Kaldor: “Es ist die Atmosphäre, in der ‘Neue Kriege’ entstehen.“ Mary Kaldor sieht neue Kämpfe auf Europa zukommen. Dabei gehe es nicht mehr um die Umsetzung von Ideen. “Neue Kriege” werden zum Selbstzweck – weil jene, die sie ausfechten, an ihnen verdienen. Interview von Manuel Escher | Der Standard, 04.01.2019

  • Kein Frieden ohne Gewaltmonopol: Syrien, Chemnitz und die Aktualität des Dreißigjährigen Krieges. Von Herfried Münkler | Blätter für deutsche und internationale Politik, Dezember 2018

  • Kolonialismus: Nicht bloß Opfer der Geschichte. Der Kolonialismus sei schuld daran, dass sich Migranten auf den Weg nach Europa machen, schrieb Gero von Randow kürzlich in der ZEIT. Jochen Bittner, Matthias Krupa und Ulrich Ladurner widersprechen: Die Ausbeutung von einst erklärt nicht das Elend von heute. Von Jochen Bittner, Matthias Krupa und Ulrich Ladurner | Die Zeit, 15.08.2018

  • Separatismus: Spalterische Leidenschaften. Ich bin unter Separatisten aufgewachsen. Darum verstehe ich den historischen Schmerz, der sie antreibt – und fürchte, was sie anrichten können. Von Ulrich Ladurner | Die Zeit vom 01.11.2017

  • Regionen streben nach Unabhängigkeit: Europa, deine Separatisten. Nicht nur die Katalanen wollen unabhängig sein. In vielen europäischen Staaten gibt es Bestrebungen nach Autonomie. Ein Überblick. | taz vom 31.10.2017

  • Separatisten in Europa – Nicht nur Katalonien: Wer alles nach Unabhängigkeit strebt. Viele im Nordosten Spaniens wollen einen eigenen Staat. Doch auch in Schottland, Grönland oder auf der Krim gibt es Separatisten. Ein unvollständiger Überblick. Von Hannes Heine | Der Tagesspiegel, 01.10.2017

  • Wie wir ­befriedet werden: Die Gewalt geht weltweit laufend zurück. Und wir können sie in den nächsten Jahren um weitere fünfzig Prozent reduzieren, sagt der Gewaltforscher Manuel Eisner. Von Daniel Weber | NZZ Folio September 2017

  • Historiker David Engels: “Wir haben keine Chance, einen Bürgerkrieg zu vermeiden.“ David Engels ist Experte für ein Fachgebiet, das selten Aufsehen erregt. Engels ist Althistoriker an der Freien Universität Brüssel. Aber das hört sich langweiliger an, als es ist. Denn Engels eine These, die hochaktuell und erschreckend zugleich ist: Er sieht Parallelen zwischen dem Untergang der Römischen Republik und der EU. Für die Nicht-Althistoriker: Die Römische Republik, mit Cäsar und Konsorten, ist nach etwa 500 Jahren kurz vor Christi Geburt gescheitert. Es folgte mit Augustus die Zeit der Kaiser. Die Zeit der Imperatoren. Interview von Susanne Klaiber | The Huffington Post vom 01.02.2017

  • Eines Tages werden alle Waffen schweigen. Ein Leben in Frieden war nicht der Urzustand der Menschheit, weiß die Forschung heute. Aber es wird die wichtigste Errungenschaft der Zukunft sein – die Werkzeuge dazu sind alle jetzt schon vorhanden. Von Niels Boeing | Die Zeit vom 04.12.2016

  • Friedensprophet mit Taschenrechner: Der Kanadier Steven Pinker, Evolutionspsychologe an der Universität Harvard, gilt als einer der einflussreichsten Denker der Welt. Aber ausgerechnet seine grösste These können die wenigsten glauben: Die Menschen werden immer friedlicher. Interview von Ramin M. Nowzad. | «AMNESTY – Magazin der Menschenrechte», Dezember 2015. Herausgegeben von Amnesty International, Schweizer Sektion