Von Frank Schwalba-Hoth
In einer Bananenrepublik läuft dies unter der Überschrift „Eine Hand wäscht die andere“, in einer Demokratie könnte man es Korruption nennen.
Worum geht es?
Zwei Ereignisse innerhalb weniger Tage.
Der Verband der Diamantenhändler aus einem relativ kleinen Land in Europa überreicht dem Präsidenten eines anderen relativ großen Landes, auf der anderen Seite des Atlantik gelegen, einen extra für ihn angefertigten Ring mit sage und schreibe 321 kunstvoll geschliffenen Diamanten als Geschenk.
Zweites Ereignis: der beschenkte Präsident hat der Diamantenindustrie des schenkenden Landes gedankt, indem er entschieden hatte, dass alle Diamanten aus jenem Land im Gegensatz zu anderen Produkten zollfrei eingeführt werden dürfen.
Konsequenz dieser beiden Ereignisse: frohe Gesichter auf beiden Seiten.
Der Präsident hat seinen Ring mit 321 Diamanten und die Diamantenindustrie des schenkenden Landes hat nun die Möglichkeit, ihre Ausfuhr von Diamanten von bisher jährlich 2.1 Milliarden Dollar in ein Land mit 350 Millionen Einwohnern erheblich zu steigern.
Quizfrage: Um welche beiden Länder könnte es sich handeln?
Bitte antworten Sie. Bei genügend richtigen Antworten bin ich bereit, weitere Quizfragen zu präsentieren.
PS: Wie wäre es, wenn Audi, BMW, Mercedes, Porsche und VW von diesem Beispiel lernen würden? Warum nicht einen mit Diamanten verzierten vergoldeten PKW dem Präsidenten über den Atlantik schicken im Austausch für zollfreie Einfuhr ihrer Produkte.
Titelbild: Obie Fernandez CC BY-NC-SA 2.0 DEED via FlickR
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