Foto-Story vom Robert-Schuman-Platz Brüssel von Hanna Penzer

Der „Rond Point Schuman“ ist das Herz des Europa-Viertels östlich des Brüsseler Stadtzentrums. Das Gebäude des Europäischen Auswärtigen Dienstes hat hier seinen Haupteingang. Das Hauptgebäude der EU-Kommission und der Sitz des Rates der EU grenzen ebenfalls an den Schuman-Platz, obgleich die Eingänge dieser beiden Gebäude an anderen Straßen liegen. Daneben sind Platz und Umgebung geprägt durch Büros, Lobby-Vertretungen, Restaurants und Cafés. Wenige Meter entfernt liegt der Parc Cinquantenaire mit gleich drei großen Museen. Der Name des Platzes verweist auf einen der Gründungsväter (natürlich gibt es auch Mütter der EU, wie hier nachzulesen ist) der heutigen Europäischen Union, den aus dem Elsass stammenden Franzosen Robert Schuman (1886-1963).

Seit Jahrzehnten diente dieser Platz trotz seiner zentralen Lage im Europa-Viertel vorwiegend als Knotenpunkt und Durchfahrt für den Autoverkehr in Richtung der E40-Autbahn. Die Allgegenwärtigkeit von Autoverkehr, Taxis und Bussen ließ für FußgängerInnen und RadfahrerInnen nur wenig Platz. Das verweiste Zentrum des Kreisels – das angesichts des regen Autoverkehrs nur mühsam erreichbar war – wurde vorwiegend für Kundgebungen und Protest-Aktionen aller Art genutzt.

Seit dem Sommer 2024 wird der „Rond Point Schuman“, unter dem sich noch eine Metro-Station und ein Bahnhof befinden, neugestaltet: Aus dem autodominierten tristen Kreisverkehr soll ein fußgängerfreundlicher einladender Ort für AnwohnerInnen und BesucherInnen werden. Bis 2026 soll der Umbau abgeschlossen werden – angesichts des Brüsseler Weltrekords, mehr als 541 Tage ohne Regional-Regierung und damit auch ohne regulären Haushalt zu funktionieren, gibt es derzeit allerdings offene Finanzierungsfragen um das ambitionierte Umbauprojekt.

In dieser Foto-Story mit Bildern aus Juli und November 2025 können Sie die Groß-Baustelle im Machtzentrum Europas mit eigenen Augen inspizieren.

Titelbild und alle anderen Fotos: © Hanna Penzer 2025

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