Der Europa-Tag fällt auf den Tag, an dem der damalige französische Außenminister Robert Schuman in einer Rede am 9. Mai 1950 die Schaffung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) vorgeschlagen.
In seiner Rede betonte Schuman, dass der Friede der Welt nicht gewahrt werden könne ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen. Sein Friedensplan war eine enge europäische Zusammenarbeit. Er war allerdings vorausschauend genug, um zu sehen, dass Europa sich nicht mit einem Schlage herstellen ließe und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es werde durch konkrete Tatsachen entstehen, so Schuman, die zunächst eine Solidarität der Tat schafften. Die Zusammenlegung der Kohle- und Stahlproduktion werde laut Schuman die Bestimmung jener Gebiete ändern, die lange Zeit der Herstellung von Waffen gewidmet waren, deren sicherste Opfer sie gewesen seien. Mit dieser langfristigen Perspektive hat Schuman bis zum heutigen Tag richtig gelegen.
Am 18. April 1951 wurde der Vertrag zur Gründungen der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) in Paris unterzeichnet und am 23. Juli 1952 trat er in Kraft. Angelegt war er auf 50 Jahre. Dementsprechend lief der EGKS-Vertrag am 23. Juli 2002 aus. (Vgl. Wikipedia: EKGS) Doch bereits nach wenigen Jahren entstand 1957 aus dem EKGS die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und mit 1992 dem Vertrag von Maastricht die heutige EU.
Die europäische Idee, deren ideelle Grundlage das 1941 von Altiero Spinelli, Ernesto Rossi, Eugenio Colorni sowie Ursula Hirschmann verfasste Manifest von Ventotene darstellt, hat wesentlich dazu beigetragen, dass seit über 80 Jahren zwischen den Mitgliedstaaten der EU Frieden herrscht und Meinungsverschiedenheiten politisch und nicht militärisch gelöst werden.
Gleichwohl zeigt der russische Angriff auf die Ukraine, aber auch der amerikanische Angriff auf den Iran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern großes Engagement verlangt, und zwar auf auf hoher politischer Ebene, wie auch auf zivilgesellschaftlicher und kultureller Ebene. Aus diesem Grund stellt Europa.Blog in diesem Jahr zum Europa-Tag ein musikalisches Friedensprojekt des ostbelgische Künstlers Alexander Louvet vor, der vielen Leserinnen und Lesern des Europ.Blogs durch seine Interview-Reihe „Powershoots TV – Positive Energy in Europe“ bekannt ist.
In dem Video-Interview stellt Louvet sein neues in diesem Frühjahr veröffentlichtes musikalisches Friedensprojekt „Shanti“ vor. Er spricht darüber, was ihn zu diesem Projekt bewegt hat und wie es nach und nach entstanden ist.
Zum Abspielen des Interviews bitte das Interview anklicken.
Link zum Artikel
Titelbild: Alexander Louvet
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2021
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