Von Jürgen Klute

Der militärische Sieg über das seinerzeit mit dem nationalsozialistischen Deutschland unter Hitler und dem faschistischen Italien unter Mussolini paktierende Japan, das mit dem überraschenden Angriff vom 7. Dezember 1941 auf den Stützpunkt der US-Navy Pearl Harbour in den 2. Weltkrieg eintrat, wird gemeinhin allein den USA zugerechnet. Julia Haes, Gründerin des China-Instituts für die deutsche Wirtschaft (CIDW), und Klaus Mühlhahn, Professor für moderne chinesische Geschichte an der Freien Universität Berlin, halten dieser Sichtweise entgegen, dass der kommunistische Widerstand gegen die japanischen Besatzungstruppen in China einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum militärischen Sieg der US-Army über Japan – also über die dritte der drei damaligen faschistischen Mächte – geleistet haben. Dem entsprechend sei China als fünfte Siegermacht des Zweiten Weltkrieges einzuordnen und sollte als solche anerkannt werden. Was sie zu dieser Einschätzung bewegt, legen die beiden Autor:innen in einem ausführlichen Beitrag dar, der bereits am 13. November 2025 in der deutschen Ausgabe von Le Monde diplomatique veröffentlicht wurde.

Hier geht es zum Artikel:

  • Die fünfte Siegermacht. Die Rolle Chinas im Zweiten Weltkrieg und der Beitrag der Kommunisten zum Sieg über Japan. Von Julia Haes und Klaus Mühlhahn | Le Monde diplomatique (DE), 13.11.2025

Titelbild:  Japanese Surrender in North-China, Tientsin, China, October 1945; USMC Archives CC BY 2.0 DEED via FlickR

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