Ilja Leonard Pfeijffer
Der niederländische Schriftsteller Ilja Leonard Pfeijffer hat von Januar 2024 bis Dezember 2025 zwei Mal monatlich Essays zur Entwicklung von Demokratie und Rechtsstaat unter dem zunehmenden politischen Druck rechter Parteien in Europa und in den USA – dort vor allem durch Donald Trump und die MAGA-Bewegung – in der niederländischsprachigen belgischen Zeitung „De Morgen“ veröffentlicht.
In den insgesamt 48 Essays arbeitet er an unterschiedlichen Themenstellungen heraus, wie die konstitutionelle Demokratie, die auf dem Konzept der Gewaltenteilung und des Rechtsstaats beruht, der die Macht von Regierungen und Staatschefs durch die Bindung an die Vorgaben von Verfassungen in einem humanitären Sinne begrenzt, durch rechte Parteien und Populisten mit dem Argument, den Volkswillen durchzusetzen zu wollen, Schritt für Schritt in absolute Demokratien – so der von Pfeijffer vorgeschlagene Begriff – umgebaut werden, in denen der Regierungschef oder Premierminister (nur in selten Fällen treffen die femininen Formen zu) sich als über dem Recht und der Verfassung stehend begreift, da er vom Volk durch demokratische Wahlen dazu erwählt worden sei, die konstitutionelle Demokratie abzuschaffen – während Wahlen, Parlament und Verfassungsgerichte formal bestehen bleiben, aber dem Willen des Präsidenten untergeordnet werden. Zugleich analysiert Pfeijffer, wie es zu dieser Verschiebung konstitutioneller Demokratien zu absoluten Demokratien kommen konnte, wo die Fehler anderer demokratischer und auch insbesondere linker Parteien zu verorten sind und wie diese Verschiebung gestoppt und wieder umgekehrt werden könnte.
Anfang Februar 2026 erschienen die Essays als Buch (in NL) unter dem Titel „Absolute Democratie: Kroniek van een aangekondigde afrekening“ im niederländischen Verlag De Arbeiderspers (ISBN: 9789029555043).
Europa.Blog hat in Absprache mit Ilja Leonard Pfeijffer ab Anfang 2025 kontinuierlich dessen Essays in einer deutschsprachigen Übersetzung veröffentlicht und gleichzeitig nach und nach die Essays aus 2024 ergänzt.
Pfeijffers schriftstellerisches umfasst unterschiedlichste literarische Genres. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren des niederländischen Sprachraums und gilt als eine der einflussreichsten Stimmen der zeitgenössischen niederländischen Literatur. Über vierzig Titel hat er mittlerweile veröffentlicht, darunter Gedichte, Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke, Essays, wissenschaftliche Publikationen, Kolumnen, Übersetzungen und Anthologien. Sein bekanntester Roman ist „Grand Hotel Europa“. Sein neuester Roman ist „Alkibiades“, auf den er sich in den hier veröffentlichten politischen Essays immer wieder bezieht.
Mehr Informationen zu I. L. Pfeijffer gibt es auf seiner Webseite. Dieser Link führt zu seiner deutschsprachigen Webseite.










