Foto-Story von Hanna Penzer zum Gipfel-Protest der europäischen Landwirte

Nach einem Verhandlungsmarathon von gut 25 Jahren sollte der EU-Gipfel am 18. Dezember 2025 in Brüssel eigentlich grünes Licht für die Unterzeichnung des EU-Mercosur-Freihandelsabkommens geben. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte geplant, am Tag nach dem Gipfel nach Brasilien zu fliegen, um das Abkommen im Namen der EU zu unterzeichnen. Daraus wurde nichts. Vorerst wurde der Termin auf Januar verschoben. Denn der Protest gegen das Abkommen hält an, wie Landwirte aus zahlreichen Mitgliedsländern der EU am 18. Dezember im Brüsseler Europaviertel unübersehbar wie unüberhörbar deutlich machten.

Worum geht es bei dem geplanten Abkommen? Auf der einen Seite will die EU so vereinfachten Marktzugang für europäische Produkte in den Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay erhalten. Im Gegenzug wollen die südamerikanischen Länder allerdings auch verstärkt Produkte nach Europa exportieren, darunter neben Rohstoffen vor allem Rindfleisch, Soja und Zucker. Viele europäische Bauern sehen dadurch ihre wirtschaftliche Existenz bedroht – deshalb die massiven Proteste in Brüssel. Wie dramatisch sich das Abkommen wirklich auf die europäische Landwirtschaft auswirkt, ist allerdings strittig. Eine andere Einschätzung vertritt etwa Jost Maurin in der taz vom 18.12.2025.

Während die Ausschreitungen einiger Demonstranten vorm EU-Parlament die meiste Medien-Aufmerksamkeit erhielt, können Sie sich in dieser Foto-Story von Hanna Penzer ein Bild von der überwiegend friedlichen Kundgebung machen.

Alle Fotos incl. Titelbild: © Hanna Penzer (2025)

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