Beitrag von Vesna Caminades

Liebe Leserinnen und Leser von IAMA,

wer mich ein wenig kennt, weiß, dass ich um diese Zeit herum – genau genommen den 21. Juni – über ein ganz bestimmtes Thema schreibe. Jenes, aufgrund dessen IAMA entstanden ist. Das Hundefleisch Festival von Yulin. Ja, Sie lesen richtig: Hundefleisch. Aber nicht nur. in ungefähr zehn Tagen rund um den längsten Tag des Jahres versammeln sich Unmengen von Einheimischen im chinesischen Yulin und vor allem auch Touristen aus aller Welt. Ja, traurig aber wahr. Das ist eine Touristenattraktion und nicht – wie man es verkaufen will – eine alt hergebrachte Tradition. Das alles ist vor ca. zehn Jahren entstanden, um die Wirtschaft in diesem Teil Chinas anzukurbeln. Was werden Sie fragen? Nun, nach dem Prinzip, dass der Adrenalin-Ausstoss das Hunde- und Katzenfleisch noch schmackhafter macht, werden diese Tiere gepeinigt, und zwar in allen erdenklichen Weisen. Lebendig verbrannt, bei vollem Bewusstsein in brühendes Wasser geworfen, am lebendigen Leibe gehäutet. Ist Ihnen das alles zu grausam? Na, das ist aber Realität und zwar für Tausende und Abertausende von Tieren. Tiere, die gezüchtet werden und Tiere, die ihren Besitzern gestohlen wurden. Denn in China und Asien allgemein gibt es auch wie bei uns Leute, die ihre Haustiere über alles lieben. Hier ein sehr interessanter Artikel von Human Society International. Da geht es um eine Studie, welche u.a. zeigt, dass nur ein Fünftel der Einwohner von Yulin gegen eine Ausmerzung des Festivals wären. Hier ein Video zum Festival (doch Achtung, die Bilder können verstörend wirken).

Es gibt viele Petitionen im Netz, so wie diese aus der Vergangenheit und hier die Seite auf Facebook. Was sagen? Jedes Jahr wieder. Jedes Mal, während ich schreibe, frage ich mich, kann der Mensch so grausam sein? Ja, wir können. Und das ist nur eines von vielen Beispielen.

Schauen wir nur all die Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. So beispielsweise der Tiger. Hier eine Erklärung zum Stand rund um den Tiger und ganz besonders interessant dieser Artikel, der davon spricht, dass der freigebende Tiger in Indien wieder zahlenmäßig zunimmt.

Der WWF betont, dass Tigerschutz nur mit Akzeptanz der Anwohner funktioniere. Auch Wilderei ist für Tiger ein Problem: Menschen jagen die Raubkatzen teils illegal – unter anderem, weil Tigerteile in der chinesischen Medizin beliebt sind. Aber auch die Beutetiere der Tiger sind im Visier, was zu Nahrungsknappheit führen kann.

Doch was mir ganz besonders am Herzen liegt, ist diesen Gedanken zu Ende zu führen. Tiere sind Lebewesen, die Freude, Angst und Trauer verspüren. Wer das heutzutage noch leugnet, will es einfach nicht sehen. Deshalb ist es umso unverständlicher für mich, dass Tiermisshandlung durchgeführt wird, geduldet wird oder wie hier durch touristischer Begierde gefördert wird. In dem Moment sind wir nicht besser als die Peiniger. Schauen wir uns dieses Video an und dann will ich noch wissen, wer das wilde Raubtier ist.

Bitte reden Sie mit Freunden und Familie darüber – Danke IAMA

Wer Fragen oder Anregungen zu diesem Thema an Vesna Caminades hat, kann sich unter dieser E-Mail-Adresse an sie wenden: iama4iwannaknow |et| gmail.com oder Mobile Phone +32488617321.

Zu den weiteren Artikeln von Vesna Caminades zum Thema Tierschutz und Tierrechte bitte hier klicken!

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