Von Vesna Caminades

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Was wäre, wenn Außerirdische auf unserer Mutter Erde landen würden? Große Köpfe, noch größere Munde, eiskalte Augen, lange Finger, kaum wahrnehmbare Körper, aber lange Schläuche zum Energiesaugen …

Was wäre, wenn sie uns feindlich gestimmt wären? Sie möchten uns zu Sklaven machen!

Sie möchten uns zur Arbeit zwingen und würden die meisten von uns umbringen, wenn wir zu nichts mehr taugen oder noch besser, um unsere Energie auszusaugen.

Am nährstoffreichsten und besten ist dabei die Energie von jungen Körpern, daher würden sie sich unsere Kinder vorknüpfen.

Nicht die Jugendlichen, denn die sind schon ziemlich flau im Geschmack, nein die richtig kleinen, am besten, wenn es Babys sind.

Damit es so richtig genüsslich wird, müssen es Neugeborene sein. Die reißen sie dann den Müttern aus den Armen. Die Mütter bekommen sie meistens nicht einmal zu blicken.

Sie hören nur das Schreien ihrer kleinen Kreaturen, sie können ihnen aber nicht helfen, denn sie selbst sind gefangen oder werden in die andere Richtung gezerrt, voller Blut, innerlich zerrissen.

Dann gehen diese Außerirdischen ganz strukturiert weiter, diese kleinen schreienden Erdlinge landen auf Raumschiffe, eines über das andere. Und ab geht die Post.
Sie kommen in riesige Hangars, dort riecht es irgendwie grausig nach der roten Flüssigkeit. Viel Geschrei, Angst, Verzweiflung.
Aber die Außerirdischen wissen, wie man schnell zum Ziel kommt, die Energie!

Ab in einen engen Gang, ein kleiner Schreihals nach dem anderen, dann ist da so ein Außerirdischer, der mit seinem langen Arm den Kopf des ersten Babys berührt.
Dieses hat Glück gehabt, denn nach der Berührung spürt es nichts mehr, es fühlt nicht, was mit ihm oder ihr geschieht. Ach ja, denn eigentlich kann es ja auch vorkommen, dass die „Er“ unter den Babys in ein großes Loch landen, sie kugeln hinein. Das rutscht so lustig, denn da sind viele andere „Er“. Doch plötzlich tut alles weh, plötzlich ist nur ein Schrei, der nicht mehr aus der Kehle will, denn es gibt keine Kehle mehr. Sind die kleinen „Er“ von den kleinen „Sie“ getrennt worden? Genau, meinte nicht einmal ein Außerirdischer, dass die kleinen „Er“ in manchen Fällen nicht genug Energie liefern würden? Die „Sie“ wären da rentabler …

Aber zurück zu unserem Gang, wo die kleinen, eines nach dem anderen nach vorne gedrängt werden. Das nächste kleine Ding ganz vorne ist schon eher ein kleiner Pechvogel, die Berührung war zu schnell und geht daneben. Leider spürt es das Gleiten entlang seiner Kehle und wie es an einem seiner Beinchen raufgezogen wird. Irgendwie fließt etwas entlang seines kleinen Körpers, ach ja, da ist ja diese rote Flüssigkeit.

Da sieht es gerade noch neben sich, alle anderen Kleinen, die im selben Raumschiff waren. Gerade noch, denn dann verschwimmt alles, sein letzter Gedanke ist für die Mutterwärme, die es nie gekannt hat, nur geahnt und die es nie genießen wird können.

Die Außerirdischen sind zufrieden, das war wieder ein reicher Tag, morgen beginnt alles von vorne. An bestimmten Tagen vom Jahr müssen es halt die ganz kleinen Erdbewohner sein, an den restlichen Tagen sind sie auch mit den Eltern zufrieden. Energie braucht es eben viel. Alternativenergie? Ja, da gibt es ein paar gute Seelen unter den Außerirdischen, die versuchen, Alternativenergiequellen anzuzapfen. Sie werden meist aber von den übrigen belächelt. Wer will denn schon auf eine gesunde und billige Energie verzichten? Massenproduktion – ach nein, Massenanzapfung ist die Devise. Das schmeckt so gut, zu gut….

Liebe Leserinnen, liebe Leser, ein makabres Märchen, um Sie daran zu erinnern, dass bald Ostern ist. Dass Millionen Lämmer dieses Schicksal erwartet. Ich will nicht lange Artikel schreiben, Bilder sagen mehr als Tausend Worte. Hier Bilder und Videos zu dem, was wir diesen Kleinen und deren Müttern antun, jedes Jahr. Aber auch Bilder, die sie glücklich zeigen. Ein Glück, das wir uns als Menschen erlauben, zu zerstören. Und es gibt Alternativen, die beste ist der Verzicht und ein Ja zum Leben, nicht nur jenes, das zu Ostern in der Kirche gepredigt wird. Sondern vor allem auch jenes, worüber wir in unserem Teller entscheiden können. Alles hängt davon ab, ob wir wissen wollen, was dahintersteckt – IAMA

Links zum Artikel

Ich wollte Ihnen den Link zu einer Petition hinzufügen, leider habe ich für heuer keine Petition gefunden – was ist los?

Titelbild: Spring lambs by Andreas Riemenschneider CC BY-ND 2.0 via FlickR

Wer Fragen oder Anregungen zu diesem Thema an Vesna Caminades hat, kann sich unter dieser E-Mail-Adresse an sie wenden: iama4iwannaknow |et| gmail.com oder Mobile Phone +32488617321.

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