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  1. Stadtteilgruppe EU-Viertel Nord

    November 7 @ 20:00 - 22:00 CET
  2. Stadtteilgruppe EU-Viertel Nord

    December 5 @ 20:00 - 22:00 CET
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Aktuelles aus Europa

Im westflämischen Heuvelland soll am Ortsrand von Wijtschate ein deutscher Schützengrabens aus dem Ersten Weltkrieg für Forschungszwecke ausgegraben werden – bevor dort eine neue Wohnsiedlung entsteht. Das dafür nötige Geld wollen die Archäologen über Crowdfunding einsammeln.
Belgiens Wirtschafts- und Arbeitsminister Kris Peeters geht davon aus, dass Brexit ohne ein Abkommen zwischen Großbritannien und der EU über 2 Milliarden Euro an Kosten für verursachen dürfte und bis zu 42.000 Arbeitsplätze in Belgien kosten könnte.
Vor Ablauf des Ultimatums im Konflikt um Katalonien sind Madrid und Barcelona im gespannten Warten auf den Ausgang des Kräftemessens vereint. Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, sollte am Donnerstag bis 10.00 Uhr erklären, ob er die Bestrebungen für einen eigenen Staat abbricht und die verfassungsmäßige Ordnung mit Katalonien als festen Bestandteil von Spanien respektiert.
Auch die Milchproduktion trägt zum CO2-Ausstoß bei. In den letzten 15 Jahren hat die belgische Milchindustrie mitihren rund 8.000 Höfen ihren CO2-Ausstoß jedoch um rund 25 % senken können. Dies ergab eine entsprechende Studie der belgischen Milchgenossenschaft.
Aufgrund der Spannungen zwischen den Kurden im nordirakischen Autonomiegebiet und der irakischen Regierung in Bagdad hat die belgische Armee die Ausbildung kurdischer Truppen ausgesetzt.
7.000 Menschen nahmen auf dem Tyne Cot Cemetery in Zonnebeke an der Gedenkfeier an die Schlacht von Passendale teil, die vor 100 Jahren stattfand.
Die belgische Bundesregierung will sich ein umfassendes Bild zur Zukunft der Energiepolitik verschaffen. nach der Befragung des Energiesektors, der Arbeitgeberverbände und der Umweltbewegungen erfolgt nun eine Befragung der Bevölkerung. Auch die beiden Kernkraftwerke in Doel und Tihange sind Teil der Befragung.
Die Vertretung der DG (Deutsche Sprachgemeinschaft in Ostbelgien) in Brüssel steht ab dem 15. November unter neuer Leitung.
Im Streit um die deutsche Pkw-Maut wird Österreich eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einbringen. Die geplante Einführung der Maut sei diskriminierend, sagte Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) am Donnerstag in Wien zur Begründung.
Der belgische Premierminister Charles Michel (MR) und der belgische Bundesjustizminister Koen Geens (CD&V) beabsichtigen die Einrichtungen ein internationalen Handelsgericht einrichten. Der Sitz soll Brüssel und die Gerichtssprache soll englisch sein.

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Gäste | Gosti | Misafirler (Guests)

Gäste | Gosti | Misafirler (Guests)

Beitrag von Jürgen Klute

Seit der so genannten Flüchtlingskrise 2015 verbindet sich Österreich mit einer sehr restriktiven Flüchtlingspolitik. Um so überraschter war ich, als ich kürzlich bei einem Besuch in Wien eher zufällig auf die Skulptur Gäste | Gosti | Misafirler traf. Diese Skulptur steht am Rande des Karlsplatzes im Zentrum von Wien.

Auf den ersten Blick erinnert sie an einen nach zwei Seiten hin offenen Unterstand. Erst beim genaueren Hinschauen entdeckt man, dass es sich hier nicht um einen Unterstand handelt. In der Mitte befindet sich ein Betonkegel. An der geschlossenen Außenwand eine Bank, die leer ist. Vor der anderen Außenwand befindet sich auf dem Boden Betonplatten, auf denen ein Betonkegel steht. Durch eine Aussparung in dieser Wand schaut man auf ein Kette, an der ein Beton-Zylinder befestigt ist. Geht man um die Skulptur herum, sind auf der Rückseite Zeichnungen zu erkennen.

Auf einer zum Karlsplatz hin aufgestellten Tafel wird dem interessierten Betrachter bzw. der interessierten Betrachterin erläutert, auf was er bzw. sie hier gestoßen ist: auf die Skulptur Gäste | Gosti | Misafirler. Diese Skulptur wurde von Schülern der Wiener Berufsschule für Baugewerbe mit dem Berliner Künstler Karsten Födinger geschaffen. Weitere Kooperationspartner waren die Kunsthalle Wien und die Arbeiterkammer Österreichs.

Die Erstellung der materiellen Skulptur und deren dauerhafte öffentliche Präsentation im Zentrum Wiens ist großartig. Für die Schüler der Berufsschule für Baugewerbe war vermutlich der Prozess, an dessen Ende die fertige Skulptur stand, noch viel wichtiger. Unter einer völlig anderen als der beruflichen Perspektive haben sie sich mit einem für sie alltäglichen Material auseinandergesetzt: Nämlich Beton als künstlerisches Gestaltungsmaterial zu begreifen, der die Schüler, die aus unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften kommen, herausfordert, ihre soziale Erfahrungen im Zusammenarbeiten und Zusammenleben zu reflektieren und in Zusammenarbeit mit einem Künstler mit dem Werkstoff Beton zum Ausdruck zu bringen.

Es ist nicht das Thema Flucht, um das es bei dieser Skulptur geht. Es geht um das alltägliche Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen. Weshalb sie jetzt in Wien leben ist zweitrangig. Wichtig ist, dass sie jetzt am gleichen Ort in der gleichen Gesellschaft leben und sich damit auseinandersetzen müssen, wie sie ihr Zusammenleben organisieren.

Der abstrakte Begriff Integration wird damit plötzlich konkret, mit Händen fassbar – wie Beton, der im Englischen im übrigen „concrete“ heißt.

Weitere Erläuterungen zu der Skulptur enthält der Text der Erläuterungstafeln, der in der deutschen und englischen und Version unter den Fotos wiedergegeben ist.

Unterhalb des Textes der Erläuterungstafeln gibt es noch einen Link zu einem Video, das von der Erstellung der Skulptur gemacht wurde.

 

Making-of-Video

 

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